Dienstag, 29. September 2026 · 15:00 Uhr
Neue Krebstherapie nutzt zelleigenes Abbausystem gegen Tumorproteine
Ein neues Medikament zwingt Zellen dazu, bislang unangreifbare krebsfördernde Proteine über das körpereigene Abfallsystem abzubauen.
Viele Proteine, die Krebs vorantreiben, ließen sich bisher kaum medikamentös hemmen, weil sie keine geeigneten Bindestellen für klassische Wirkstoffe bieten1. Ein neu entwickeltes Medikament geht daher einen anderen Weg: Es aktiviert das Abfallsystem der Zelle, um solche Proteine gezielt abzubauen1. Dadurch wird nicht die Funktion des Proteins blockiert, sondern das Protein selbst aus der Zelle entfernt1.
Diese Strategie eröffnet Möglichkeiten für Zielstrukturen, die lange als 'undruggable' galten, also mit herkömmlichen Wirkstoffansätzen nicht erreichbar waren1. Da der Mechanismus prinzipiell auf verschiedene Proteine übertragbar sein könnte, sehen Fachleute darin einen Ansatzpunkt für weitere Krebstherapien jenseits des konkret untersuchten Falls1.