Stand: Mi 30.09. · 06:31
Wissenschaft

Dienstag, 29. September 2026 · 15:00 Uhr

Neue Krebstherapie nutzt zelleigenes Abbausystem gegen Tumorproteine

Ein neues Medikament zwingt Zellen dazu, bislang unangreifbare krebsfördernde Proteine über das körpereigene Abfallsystem abzubauen.

Viele Pro­te­i­ne, die Krebs vor­an­trei­ben, lie­ßen sich bis­her kaum me­di­ka­men­tös hem­men, weil sie keine ge­eig­ne­ten Bin­de­stel­len für klas­si­sche Wirk­stof­fe bie­ten1. Ein neu ent­wi­ckel­tes Me­di­ka­ment geht daher einen an­de­ren Weg: Es ak­ti­viert das Ab­fall­sys­tem der Zelle, um sol­che Pro­te­i­ne ge­zielt ab­zu­bau­en1. Da­durch wird nicht die Funk­ti­on des Pro­te­ins blo­ckiert, son­dern das Pro­te­in selbst aus der Zelle ent­fernt1.

Diese Stra­te­gie er­öff­net Mög­lich­kei­ten für Ziel­struk­tu­ren, die lange als 'un­drug­gab­le' gal­ten, also mit her­kömm­li­chen Wirk­stoffan­sät­zen nicht er­reich­bar waren1. Da der Me­cha­nis­mus prin­zi­pi­ell auf ver­schie­de­ne Pro­te­i­ne über­trag­bar sein könn­te, sehen Fach­leu­te darin einen An­satz­punkt für wei­te­re Krebs­the­ra­pi­en jen­seits des kon­kret un­ter­such­ten Falls1.