Dienstag, 29. September 2026 · 23:25 Uhr
OpenAI stellt Dauer-Agent Dots als Antwort auf Metas Muse vor
OpenAI präsentiert mit Dots dauerhaft aktive KI-Agenten, die selbstständig arbeiten, während Konkurrent Meta bereits Wochen zuvor mit Muse vorlegte.
Auf seiner Entwicklerkonferenz DevDay in San Francisco hat OpenAI-Chef Sam Altman den neuen KI-Agenten Dots vorgestellt, den er als „ambitionierter“ als ChatGPT und als „völlig neue Art der Zusammenarbeit mit KI“ bezeichnete12. Die Ankündigung erfolgte weniger als 24 Stunden, nachdem OpenAI die Veröffentlichung eines neuen KI-Modells aus Sicherheitsgründen gestoppt hatte2. Dots basiert auf dem leistungsstarken Modell GPT-6 Astra und soll rund um die Uhr im Hintergrund arbeiten, ohne dass Nutzer jeden Schritt anstoßen müssen456.
Die Agenten verfügen über einen eigenen Cloud-Computer, Zugriff auf einen Webbrowser und Anbindung an mehr als 4.000 Apps im OpenAI-Ökosystem456. Nutzer können mit einem Dot über eine textnachrichtenähnliche Oberfläche kommunizieren oder per Sprachanruf über ChatGPT interagieren, ähnlich wie bei Metas Muse4. Laut OpenAI übernehmen Dots komplette Arbeitsabläufe – etwa das Beobachten von Kundenfeedback, das Beheben von Programmfehlern oder das Erstellen fertiger Pull Requests inklusive Erklärvideos56. Auch Aufgaben jenseits der Programmierung sind möglich, etwa das Aktualisieren von Verkaufsangeboten oder das Umwandeln von Interview-Transkripten in Social-Media-Beiträge5.
Die deutsche Berichterstattung betont, dass OpenAI mit Dots der Konkurrenz von Meta hinterherläuft: Muse wurde bereits einige Wochen zuvor vorgestellt36. Um unkontrolliertes Handeln zu vermeiden, unterscheidet OpenAI zwischen dem Auffinden von Aufgaben mit reinen Leserechten und der tatsächlichen Ausführung, die erst nach Freigabe erfolgt56. Damit reagiert OpenAI auf den Trend zu autonomen, dauerhaft aktiven Assistenten, wirft aber zugleich Fragen zu Kontrolle und Sicherheit auf, die durch die zeitgleiche Verzögerung eines anderen Modells aus genau diesen Gründen unterstrichen werden2.