Dienstag, 29. September 2026 · 15:00 Uhr
Uneinigkeit in Washington über möglichen Diesel-Exportstopp
Trump befürwortet einen Diesel-Exportstopp gegen hohe Preise, doch das Weiße Haus dementiert konkrete Pläne und sein Energieminister warnt vor Nebenwirkungen.
Bei einem nationalen Durchschnittspreis von 6,52 Dollar pro Gallone hat Präsident Donald Trump öffentlich signalisiert, Dieselexporte aus den USA einschränken zu wollen1. Ein Bericht von Politico hatte am Mittwoch berichtet, die Regierung bereite ein 90-tägiges Exportverbot vor, worauf die Dieselpreise an den Terminmärkten einbrachen1. Das Weiße Haus dementierte anschließend, ein solches pauschales Verbot zu planen, während Reuters den ursprünglichen Bericht nicht unabhängig bestätigen konnte1.
Die Preisentwicklung ist drastisch: Vor einem Jahr lag der Dieselpreis laut AAA noch bei 3,69 Dollar, vor einem Monat bei 5,61 Dollar1. Trump selbst hatte erklärt, er wolle Diesel im Land behalten, und Finanzminister Scott Bessent ließ prüfen, ob ein vollständiges oder teilweises Exportverbot machbar sei1. Diese Aussagen machten den ursprünglichen Bericht plausibel, obwohl die offizielle Position ihn inzwischen bestreitet1.
Energieminister Chris Wright widerspricht der Idee eines pauschalen Verbots und warnt, dies könnte Raffinerien dazu bringen, weniger Rohöl zu verarbeiten, was wiederum Benzin- und Kerosinpreise steigen lassen könnte1. Stattdessen setzt die Regierung nach seinen Worten auf freiwillige Kooperation mit Raffinerien, um das Diesel-Angebot im Inland zu erhöhen, ohne dass es bislang einen konkreten Plan oder eine Entscheidung gibt1.