Stand: Mi 30.09. · 06:31
Sport

Mittwoch, 30. September 2026 · 00:02 Uhr

Ceferin und Infantino liefern sich offenen Schlagabtausch

UEFA-Präsident Ceferin hat FIFA-Chef Infantino bei der EFC-Versammlung erneut scharf angegriffen, während die FIFA der UEFA Desinformation vorwirft.

Bei der Ge­ne­ra­l­ver­samm­lung der Eu­ro­pean Foot­ball Clubs in Ko­pen­ha­gen hat UEFA-Prä­si­dent Aleksan­der Ce­fe­rin er­neut deut­li­che Kri­tik an FIFA-Chef Gi­an­ni In­fan­ti­no geübt, ohne ihn na­ment­lich zu nen­nen123. Ce­fe­rin ver­glich die Si­tua­ti­on mit dem Mär­chen vom nack­ten Kai­ser und er­klär­te, es sei „Zeit, genug zu sagen“ zur FIFA-Füh­rung2. Er kri­ti­sier­te dabei ins­be­son­de­re das ge­schei­ter­te FIFA-For­ward-En­ter­pri­se-Pro­jekt sowie die Af­fä­re um Spie­ler Fo­la­rin Ba­lo­gun2. EFC-Chef Nas­ser Al-Khe­lai­fi for­der­te Ce­fe­rin zu­gleich auf, er­neut für das UEFA-Prä­si­den­ten­amt zu kan­di­die­ren1.

Par­al­lel es­ka­liert der Macht­kampf auch ju­ris­tisch: Die FIFA wirft der UEFA eine „Des­in­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne“ vor und be­schul­digt sie, ver­sucht zu haben, die Prä­si­dent­schafts­wahl zu be­ein­flus­sen46. Hin­ter­grund ist ein von der UEFA bei einem US-Ge­richt be­an­trag­ter Zu­gang zu Do­ku­men­ten für eine ge­plan­te Straf­an­zei­ge in der Schweiz gegen In­fan­ti­no wegen des ge­schei­ter­ten FFE-Plans6. Die FIFA weist zudem den Vor­wurf zu­rück, das Pro­jekt sei un­ter­be­wer­tet ge­we­sen6.

In­fan­ti­no selbst re­a­giert auf die an­hal­ten­de Kri­tik of­fen­bar mit Zu­ge­ständ­nis­sen: Er stell­te den Ver­bän­den mehr Geld in Aus­sicht und be­kräf­tig­te seine Re­form­be­reit­schaft beim Welt­ver­band5. Ein aus­sichts­rei­cher Ge­gen­kan­di­dat für die kom­men­de FIFA-Prä­si­dent­schafts­wahl ist un­ter­des­sen wei­ter­hin nicht in Sicht3.