Mittwoch, 30. September 2026 · 23:30 Uhr
Manchester City wegen Finanzbetrugs verurteilt – Sponsor droht mit Klage
Nach über 100 nachgewiesenen Regelverstößen steht Manchester City vor einer möglichen Höchststrafe, während Sponsor Etihad und Klub-Umfeld die Entscheidung anfechten wollen.
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Eine unabhängige Kommission der Premier League hat Manchester City in mehr als 100 Fällen finanzieller Regelverstöße für schuldig befunden, unter anderem wegen eines verdeckten Finanzierungssystems und manipulierter Sponsorenverträge5. Die Glaubwürdigkeit des englischen Fußballs insgesamt stehe nun auf dem Spiel, kommentiert die FAZ, da sich City offenbar auf ein bekanntes Verteidigungsmuster verlasse1. Hauptsponsor Etihad Airways weist die Vorwürfe scharf zurück und erwägt sogar rechtliche Schritte gegen die Premier League, obwohl die Fluggesellschaft im veröffentlichten Bericht nicht namentlich genannt wird2.
Rivalisierende Klubs fordern laut Guardian eine harte Sanktion, die über einen bloßen Punktabzug hinausgeht – ein Abstieg in die Championship für eine Saison gelte vielen Verantwortlichen als zu milde Strafe angesichts des Ausmaßes des sogenannten „Sham-Deals“-Systems5. City selbst beteuert weiterhin seine Unschuld5. Der Guardian sieht in Trainer Pep Guardiolas Erfolgsära eine Epoche, die untrennbar mit diesen finanziellen Manipulationen verbunden sei, und beschreibt seine öffentliche Reaktion auf entsprechende Fragen als zunehmend gereizt3.
Der Whistleblower Rui Pinto, dessen Leaks die Ermittlungen gegen City erst ins Rollen gebracht hatten, hat in Portugal seinen Schutzstatus als Zeuge verloren und wurde zu erhöhter Vorsicht im Umgang mit sozialen Medien und Familienkontakten geraten4. Er selbst bezeichnete die Entscheidung der Kommission als historisch für den englischen Fußball4. Jürgen Klopp äußerte sich dagegen zurückhaltend: Er verfolge das Verfahren ohne große Erwartungen und betonte seinen Respekt vor Guardiola und den sportlichen Leistungen des Teams, ohne frühere Titel infrage zu stellen6.