Mittwoch, 30. September 2026 · 19:15 Uhr
Trump setzt bei KI-Risiken auf freiwillige Selbstverpflichtung der Industrie
Tech-Chefs haben im Weißen Haus einen „moralisch bindenden“, aber rechtlich folgenlosen KI-Kodex unterschrieben, den Kritiker als wirkungslos einstufen.
Nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump haben Tech-Größen wie Mark Zuckerberg, Jensen Huang und Elon Musk einen KI-Verhaltenskodex unterzeichnet, der als „moralisch bindend“ bezeichnet wird, jedoch keine rechtliche Grundlage besitzt13. Trump setzt damit statt auf gesetzliche Regulierung auf eine Selbstverpflichtung der Industrie, bei der externe Prüfer und ein Aufsichtsgremium KI-Modelle kontrollieren sollen1456. Zuckerberg bezeichnete den Kodex lediglich als „Startpunkt“, während Kritiker ihn ohne begleitende Gesetzgebung für weitgehend wirkungslos halten1.
Trump erklärte zudem, seine frühere Einschätzung, KI-Sicherheitsbedenken seien ein von Demokraten erfundener „Hoax“, gelte nun nicht mehr, nachdem er die Technologie in „Super Intelligence“ umbenannt habe2. Bedenken, der Staat setze zu wenig verbindliche Leitplanken, wies er mit dem Hinweis zurück, die USA dominierten ohnehin gegenüber China2. Stattdessen verwies er darauf, dass „die klügsten Köpfe der Welt sich gegenseitig beaufsichtigen“ würden2.
Die Initiative fällt in eine Phase, in der weltweit intensiv über KI-Risiken diskutiert wird, unter anderem nach mehreren Hackerangriffen im Zusammenhang mit KI-Systemen456. Golem.de und heise betonen übereinstimmend, dass Trump explizit auf Selbstregulierung statt staatlicher Vorgaben setzt356.