Stand: Fr 02.10. · 06:31
Technik

Donnerstag, 1. Oktober 2026 · 21:04 Uhr

BGH erklärt Amazon-Prime-Preiserhöhung von 2022 für unwirksam

Der Bundesgerichtshof hat die 2022 vorgenommene Prime-Preiserhöhung von Amazon wegen einer unklaren Vertragsklausel gekippt, Kunden können Geld zurückfordern.

Der Bun­des­ge­richts­hof hat ent­schie­den, dass die 2022 von Ama­zon vor­ge­nom­me­ne Preis­er­hö­hung für Prime-Abon­ne­ments in Deut­sch­land un­wirk­sam ist13. Grund­la­ge des Ur­teils war eine Klage der Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW, die sich gegen die von Ama­zon ver­wen­de­te Prei­s­an­pas­sungs­klau­sel rich­te­te3. Das Ge­richt be­fand die Klau­sel als zu ver­wir­rend und damit un­zu­läs­sig, das Ur­teil ist rechts­kräf­tig1.

Be­trof­fe­ne Kun­din­nen und Kun­den kön­nen nun zu viel ge­zahl­te Ge­büh­ren zu­rück­for­dern, wobei es dafür ver­schie­de­ne Wege gibt4. Ver­brau­cher­schüt­zer emp­feh­len an­ge­sichts der Viel­zahl Be­trof­fe­ner eine Sam­mel­kla­ge, um die Rü­ck­for­de­rung zu er­leich­tern2. Ama­zon hat be­reits re­a­giert und die Abo­prei­se für be­trof­fe­ne Alt­kun­den ge­senkt4.

Für Ama­zon ist das Ur­teil eine wei­te­re ju­ris­ti­sche Nie­der­la­ge in Deut­sch­land5. Offen bleibt, wie der Kon­zern künf­tig mit Prei­s­an­pas­sungs­klau­seln um­ge­hen wird, um rechts­si­cher zu blei­ben5.