Donnerstag, 1. Oktober 2026 · 11:20 Uhr
Ökostrom deckt Rekordanteil des deutschen Stromverbrauchs
Erneuerbare Energien deckten in den ersten drei Quartalen 2026 mit rund 61 Prozent so viel des deutschen Stromverbrauchs wie nie zuvor.
In den ersten drei Quartalen 2026 deckten erneuerbare Energien 60,7 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland ab – ein neuer Rekordwert und ein Plus von vier Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr13. Dies geschah trotz eines gleichzeitigen Anstiegs des Bruttostromverbrauchs um 1,6 Prozent12. Laut Berechnungen von ZSW und BDEW erzeugten Erneuerbare-Energien-Anlagen von Januar bis September insgesamt 237,5 Milliarden Kilowattstunden, 8,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum1.
Hauptgrund für den Anstieg war die deutlich höhere Stromerzeugung aus Windenergie an Land und auf See sowie aus Photovoltaik, die sowohl auf den fortschreitenden Ausbau als auch auf günstigere Windverhältnisse zurückzuführen ist1. Demgegenüber gingen Wasserkraft wegen geringer Niederschläge um 14,3 Prozent und Biomasse leicht um 2,1 Prozent zurück, wurden aber durch die Zuwächse bei Wind und Solar deutlich überkompensiert1.
Auch beim Ausbau zeigt sich ein positiver Trend: Der Photovoltaik-Zubau erreichte mit 11,8 Gigawatt einen neuen Höchstwert, während Windenergie an Land und auf See ebenfalls stärker zulegten als im Vorjahr1. BDEW-Chefin Kerstin Andreae wertete die Zahlen als Ergebnis des guten Zusammenspiels von Anlagenzubau und verlässlicher Netzintegration, mahnte aber zugleich eine zeitnahe politische Einigung an, damit der Erneuerbaren-Anteil weiter wachsen kann1.