Donnerstag, 1. Oktober 2026 · 14:54 Uhr
Studie zeigt Datenweitergabe durch vernetzte Autos und Hersteller-Apps
US-Forscher fanden bei sieben von 30 untersuchten Auto-Apps sensible Nutzerdaten im Datenverkehr an externe Dienste.
Forscher der Northeastern University haben den Netzwerkverkehr von 21 Fahrzeugen aus 19 Marken sowie 30 zugehörigen Apps untersucht und dabei festgestellt, dass viele vernetzte Autos und Apps Daten an externe Werbe-, Tracking- und Analysedienste senden1. Bei sieben Apps fanden sich sensible personenbezogene Kennungen wie Fahrzeug-Identifizierungsnummern, E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder präzise Standortdaten im Datenstrom, betroffen waren etwa HondaLink, Lincoln, MyNISSAN und vier Apps von General Motors1.
19 der 21 Fahrzeuge kontaktierten laut Studie über WLAN mindestens einen Drittanbieter, bei den Apps war das Netz an Kontakten noch dichter1. Die Tests liefen zwischen Oktober 2024 und August 2025 auf dem Gelände von Consumer Reports in Connecticut, wobei die Forscher den Fahrzeugverkehr über einen eigenen WLAN-Zugangspunkt protokollierten, den Inhalt wegen Verschlüsselung aber nicht einsehen konnten1.
Als besonders datenhungrig erwies sich laut heise online und t3n Tesla, während Honda nach Bekanntwerden der Ergebnisse seine Datenpraktiken verschärft haben soll23. Die Forscher betonen, dass ihre Ergebnisse zunächst nur für die untersuchte US-Stichprobe gelten und sich nicht ohne Weiteres auf andere Märkte übertragen lassen1.