Donnerstag, 1. Oktober 2026 · 03:47 Uhr
US-Justizministerium geht gegen kritische Bundesrichter vor
Das US-Justizministerium beantragt Disziplinarmaßnahmen gegen sieben Richter aus Minnesota, die sich kritisch über ICE-Razzien äußerten.
Das US-Justizministerium unter Präsident Trump geht gegen sieben Bundesrichter aus Minnesota vor, die sich öffentlich kritisch über die Auswirkungen von ICE-Razzien auf das Gerichtssystem geäußert hatten12. Die Richter hatten gegenüber der New York Times unter anderem erklärt, die Einsätze seien eine Bedrohung für den Rechtsstaat1. Das Ministerium fordert nun, dass die Richter sich aus allen Fällen zurückziehen, die das Heimatschutzministerium betreffen3.
Die Behörde wirft den Richtern Fehlverhalten vor, weil sie sich öffentlich zu laufenden politischen Kontroversen geäußert hätten3. Kritiker sehen in dem Vorgehen einen Versuch, unabhängige Justizstimmen einzuschüchtern2.
Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zur Gewaltenteilung auf, da die Exekutive hier direkt gegen Äußerungen von Richtern vorgeht, die sich zu ihrer eigenen Arbeitsbelastung durch Regierungsmaßnahmen geäußert haben123.