Stand: Sa 03.10. · 06:31
Wissenschaft

Freitag, 2. Oktober 2026 · 14:40 Uhr

Erstmals in Deutschland erworbene Sindbis-Virus-Infektion bestätigt

In Deutschland wurde erstmals eine im Inland erworbene Infektion mit dem mückenübertragenen Sindbis-Virus nachgewiesen, das oft langanhaltende Gelenkschmerzen verursacht.

Erst­mals ist in Deut­sch­land eine Über­tra­gung des Sind­bis-Virus nach­ge­wie­sen wor­den, die im In­land er­folg­te1. Das Virus wird durch Mü­cken über­tra­gen und kann bei Be­trof­fe­nen zu lan­g­an­hal­ten­den Ge­lenk­schmer­zen füh­ren1.

Bis­lang war das Sind­bis-Fie­ber vor allem aus nord­eu­ro­pä­i­schen Län­dern wie Schwe­den und Finn­land sowie aus Tei­len Afri­kas und Asi­ens be­kannt1. Der nun do­ku­men­tier­te Fall deu­tet dar­auf hin, dass sich die Ver­brei­tungs­ge­bie­te mü­cken­über­tra­ge­ner Krank­heits­er­re­ger mög­li­cher­wei­se auch auf Mit­tel­eu­r­o­pa aus­wei­ten1.

Ex­per­ten be­ob­ach­ten sol­che Ent­wick­lun­gen im Zu­sam­men­hang mit ver­än­der­ten kli­ma­ti­schen Be­din­gun­gen, die Mü­cken­po­pu­la­ti­o­nen und deren Ver­brei­tungs­räu­me be­ein­flus­sen kön­nen1. Der Fall könn­te An­lass für eine ver­stärk­te Über­wa­chung mü­cken­über­tra­ge­ner Er­kran­kun­gen in Deut­sch­land sein1.