Freitag, 2. Oktober 2026 · 22:25 Uhr
G7-Staaten geben große Öl- und Dieselreserven frei
Die G7-Staaten wollen wegen stark schwankender Energiepreise bis zu 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel aus Reserven freigeben.
Die G7-Staaten haben sich auf die gemeinsame Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl verständigt, verteilt über die kommenden vier Monate126. Ziel ist es, weiteren Preisspitzen auf den Energiemärkten entgegenzuwirken, nachdem Kriege in Europa und im Nahen Osten das Angebot verknappt hatten36.
Vorausgegangen war massiver Druck der USA, insbesondere auf die europäischen G7-Partner, da US-Präsident Trump mit einem Exportverbot für Diesel gedroht hatte145. In den USA sind die hohen Spritpreise innenpolitisch ein heikles Thema für Trump4. Die Industriestaaten begründeten ihre Entscheidung mit „beispiellosen Schwankungen“ auf den Ölmärkten6.
Mit der Vereinbarung ist ein angedrohtes US-Exportverbot für Diesel vorerst vom Tisch, was vor allem in Europa für Erleichterung sorgen dürfte36. Die EU-Staaten hatten bereits Krisengespräche über die steigenden Dieselpreise angesetzt, da Beobachter einen möglichen Schaden für die europäische Konjunktur befürchteten3.