Stand: Sa 03.10. · 06:31
Programmierung

Freitag, 2. Oktober 2026 · 20:25 Uhr

GitHub bringt Computer-Use-Funktion für Copilot, rät aber zur Vorsicht

GitHub hat eine neue Computer-Use-Funktion für Copilot vorgestellt, empfiehlt Entwicklern aber, zunächst andere Werkzeuge zu nutzen.

GitHub hat am Don­ners­tag eine neue Funk­ti­on na­mens „Com­pu­ter Use“ für Co­pi­lot CLI und die Desktop-App in die öf­fent­li­che Vor­schau ge­bracht1. Damit kön­nen Agen­ten An­wen­dun­gen auf macOS und Win­dows di­rekt be­die­nen, etwa durch Kli­cken, Tip­pen, Scrol­len und Zie­hen – auch in äl­te­ren Pro­gram­men ohne API oder Kom­man­do­zei­len­schnitt­stel­le1. Als Bei­spiel dien­te ein Spe­sen­be­richt in Sa­fa­ri, GitHub nann­te zudem An­wen­dungs­fäl­le wie das Zu­sam­men­fas­sen von In­for­ma­ti­o­nen in Alt­sys­te­men oder das Über­tra­gen von Daten zwi­schen Pro­gram­men1.

Mit die­sem Schritt holt GitHub im Wett­be­werb auf: Ope­nAI hatte be­reits im April eine ähn­li­che Funk­ti­on in Codex in­te­griert, An­thro­pic brach­te ver­gleich­ba­re Com­pu­ter-Use-Fä­hig­kei­ten zuvor in Clau­de Code und Clau­de Co­work auf macOS1. Trotz der Neu­e­rung rät GitHub Ent­wick­lern, be­vor­zugt auf di­rek­te Schnitt­stel­len wie APIs, MCP-Ser­ver oder Ter­mi­nal­be­feh­le zu­rück­zu­grei­fen, da diese struk­tu­rier­ter und ver­läss­li­cher ar­bei­ten1.

Diese zu­rück­hal­ten­de Hal­tung steht im Ge­gen­satz zur Vi­si­on von Ope­nAI-Prä­si­dent Greg Brock­man, der kürz­lich ar­gu­men­tier­te, Agen­ten soll­ten die­sel­ben Be­nut­ze­r­o­ber­flä­chen wie Men­schen ver­wen­den kön­nen, um auf­wen­di­ge Ein­zelin­te­gra­ti­o­nen zu ver­mei­den1. Tech­nisch ak­ti­viert die Funk­ti­on ein ein­ge­bet­te­tes Plu­g­in mit ei­ge­nem MCP-Ser­ver, das über die Bar­rie­re­frei­heits-API des Be­triebs­sys­tems ar­bei­tet und bei Be­da­rf Screen­shots nutzt1. Ent­wick­ler müs­sen die Funk­ti­on ma­nu­ell ak­ti­vie­ren und ent­spre­chen­de Sys­tem­be­rech­ti­gun­gen er­tei­len, wobei ein­mal ge­spei­cher­te Frei­ga­ben auch nach Ent­fer­nung der App be­ste­hen blei­ben kön­nen1.