Stand: Sa 03.10. · 06:31
Technik

Freitag, 2. Oktober 2026 · 16:59 Uhr

Google testet erste KI-Chips im Erdorbit

Google hat einen Prototyp mit TPU-Hardware ins All geschickt, um Rechenzentren im Weltraum zu erproben, doch die Wirtschaftlichkeit bleibt fraglich.

Goo­gle hat im Rah­men von Pro­ject Sun­cat­cher erst­mals ei­ge­ne KI-Chips vom Typ TPU ins All ge­schickt, um zu tes­ten, ob sich künf­tig ganze Re­chen­zen­tren in den Er­d­or­bit ver­la­gern las­sen1. Die Idee da­hin­ter: Im Welt­raum könn­te Son­nen­ener­gie rund um die Uhr und ohne Wet­ter­ab­hän­gig­keit zur Strom­ver­sor­gung ge­nutzt wer­den2. Der Test­lauf soll grund­le­gen­de Daten zur Be­last­bar­keit der Hard­ware im All lie­fern1.

Al­ler­dings hängt die Um­set­zung der Vi­si­on an einem lo­gis­ti­schen Pro­blem: Für den groß­flä­chi­gen Auf­bau sol­cher Re­chen­zen­tren wären Schät­zun­gen zu­fol­ge rund 1.800 Starts des Star­ship-Raum­schiffs von SpaceX not­wen­dig2. Das zeigt, wie weit die Vi­si­on noch von einer prak­ti­schen Um­set­zung ent­fernt ist.

Laut einer ei­ge­nen Ana­ly­se von Goo­gle dürf­ten Welt­raum­re­chen­zen­tren auf­grund der hohen Start­kos­ten frü­hes­tens ab 2035 kos­ten­ef­fi­zi­ent ge­gen­über ir­di­schen An­la­gen wer­den3. Bis dahin blei­ben klas­si­sche Re­chen­zen­tren auf der Erde dem­nach deut­lich güns­ti­ger3.