Freitag, 2. Oktober 2026 · 16:59 Uhr
Google testet erste KI-Chips im Erdorbit
Google hat einen Prototyp mit TPU-Hardware ins All geschickt, um Rechenzentren im Weltraum zu erproben, doch die Wirtschaftlichkeit bleibt fraglich.
Google hat im Rahmen von Project Suncatcher erstmals eigene KI-Chips vom Typ TPU ins All geschickt, um zu testen, ob sich künftig ganze Rechenzentren in den Erdorbit verlagern lassen1. Die Idee dahinter: Im Weltraum könnte Sonnenenergie rund um die Uhr und ohne Wetterabhängigkeit zur Stromversorgung genutzt werden2. Der Testlauf soll grundlegende Daten zur Belastbarkeit der Hardware im All liefern1.
Allerdings hängt die Umsetzung der Vision an einem logistischen Problem: Für den großflächigen Aufbau solcher Rechenzentren wären Schätzungen zufolge rund 1.800 Starts des Starship-Raumschiffs von SpaceX notwendig2. Das zeigt, wie weit die Vision noch von einer praktischen Umsetzung entfernt ist.
Laut einer eigenen Analyse von Google dürften Weltraumrechenzentren aufgrund der hohen Startkosten frühestens ab 2035 kosteneffizient gegenüber irdischen Anlagen werden3. Bis dahin bleiben klassische Rechenzentren auf der Erde demnach deutlich günstiger3.