Stand: Fr 02.10. · 06:31
Weltgeschehen

Freitag, 2. Oktober 2026 · 06:00 Uhr

Merz nennt Russland offen imperialistischen Aggressor

Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seiner Friedenspreis-Rede Russland klar als Gegner bezeichnet und weitere Ukraine-Hilfe angekündigt.

Fried­rich Merz hat in sei­ner Rede zum West­fä­li­schen Frie­dens­preis Russ­land so deut­lich wie nie zuvor als im­pe­ri­a­lis­ti­schen Ag­gres­sor be­zeich­net2. Zu­gleich warb er für wei­te­re Un­ter­stüt­zung der Uk­rai­ne und be­zeich­ne­te die NATO als fol­ge­rich­ti­gen Preis­trä­ger, da sie Si­cher­heit ga­ran­tie­re3.

Merz ver­knüpft das Schick­sal Deut­sch­lands eng mit dem Aus­gang des Uk­rai­ne-Kriegs und er­klärt, wanke Deut­sch­land, wanke auch Eu­r­o­pa12. Be­ob­ach­ter wer­ten die klare Wort­wahl als Si­gnal so­wohl an Mos­kau als auch an die deut­sche Be­völ­ke­rung, die Hal­tung zu Russ­land sei kein Randt­he­ma mehr2.

Die Rede mar­kiert einen Grund­satz­mo­ment, in dem der Kanz­ler seine au­ßen­po­li­ti­sche Linie ge­gen­über Russ­land schär­fer for­mu­liert als zuvor1. Damit po­si­tio­niert er sich er­kenn­bar gegen eine Ent­span­nungs­po­li­tik und für eine fort­ge­setz­te Un­ter­stüt­zung Kiews3.