Stand: Sa 03.10. · 06:31
Weltgeschehen

Freitag, 2. Oktober 2026 · 17:30 Uhr

Sánchez verliert Parlamentsabstimmung zu Mieterschutz

Spaniens Regierungschef Sánchez scheitert im Parlament mit Dekreten gegen Wohnungsnot, Neuwahlen werden diskutiert.

Die spa­ni­sche Ko­a­li­ti­ons­re­gie­rung unter Pedro Sán­chez ist im Pa­r­la­ment mit zwei De­kre­ten zum Mie­ter­schutz ge­schei­tert234. Die Maß­nah­men soll­ten unter an­de­rem Zwangs­räu­mun­gen in so­zi­a­len Not­la­gen ver­bie­ten, nach­dem es lan­des­weit Pro­tes­te gegen stei­gen­de Mie­ten und Woh­nungs­not ge­ge­ben hatte24. Die Ab­stim­mung er­folg­te nach der Zwangs­räu­mung einer 87-jäh­ri­gen Frau, die die De­bat­te zu­sätz­lich be­feu­er­te1.

Die Nie­der­la­ge er­höht den po­li­ti­schen Druck auf Sán­chez, der oh­ne­hin be­reits durch meh­re­re Skan­da­le in­ner­halb sei­ner Par­tei und bei Ko­a­li­ti­ons­part­nern ge­schwächt ist1. In Ma­drid wird des­halb offen über vor­ge­zo­ge­ne Neu­wah­len spe­ku­liert34.

Für viele Mie­te­rin­nen und Mie­ter, die auf stär­ke­ren Schutz ge­hofft hat­ten, ist die Ent­schei­dung des Pa­r­la­ments eine große Ent­täu­schung3. Wie die Re­gie­rung nun wei­ter gegen die Woh­nungs­not vor­ge­hen will, ist der­zeit offen.