Freitag, 2. Oktober 2026 · 17:30 Uhr
Sánchez verliert Parlamentsabstimmung zu Mieterschutz
Spaniens Regierungschef Sánchez scheitert im Parlament mit Dekreten gegen Wohnungsnot, Neuwahlen werden diskutiert.
Die spanische Koalitionsregierung unter Pedro Sánchez ist im Parlament mit zwei Dekreten zum Mieterschutz gescheitert234. Die Maßnahmen sollten unter anderem Zwangsräumungen in sozialen Notlagen verbieten, nachdem es landesweit Proteste gegen steigende Mieten und Wohnungsnot gegeben hatte24. Die Abstimmung erfolgte nach der Zwangsräumung einer 87-jährigen Frau, die die Debatte zusätzlich befeuerte1.
Die Niederlage erhöht den politischen Druck auf Sánchez, der ohnehin bereits durch mehrere Skandale innerhalb seiner Partei und bei Koalitionspartnern geschwächt ist1. In Madrid wird deshalb offen über vorgezogene Neuwahlen spekuliert34.
Für viele Mieterinnen und Mieter, die auf stärkeren Schutz gehofft hatten, ist die Entscheidung des Parlaments eine große Enttäuschung3. Wie die Regierung nun weiter gegen die Wohnungsnot vorgehen will, ist derzeit offen.