Stand: Sa 03.10. · 06:31
Wirtschaft & Finanzen

Freitag, 2. Oktober 2026 · 14:21 Uhr

Warenhauskette Galeria meldet erneut Insolvenz an

Galeria hat zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren Insolvenz angemeldet, die Zukunft von rund 12.000 Beschäftigten bleibt offen.

Die Wa­ren­haus­ket­te Ga­le­ria hat beim Amts­ge­richt Düs­sel­dorf er­neut die Er­öff­nung eines In­sol­venz­ver­fah­rens be­an­tragt4. Es han­delt sich be­reits um die vier­te In­sol­venz in­ner­halb von sechs Jah­ren3. Be­trof­fen sind rund 12.000 Mit­a­r­bei­ten­de in 83 Wa­ren­häu­sern, deren Zu­kunft der­zeit un­ge­wiss ist3.

Das Un­ter­neh­men er­hofft sich durch das Ver­fah­ren mehr Sta­bi­li­tät und eine trag­fä­hi­ge Per­spek­ti­ve4. Fach­leu­te hal­ten je­doch deut­li­che Ein­schnit­te für nötig: Min­des­tens 30 Fi­li­a­len soll­ten ge­schlos­sen wer­den, damit das Un­ter­neh­men über­haupt wie­der pro­fi­ta­bel ar­bei­ten kann1.

Kom­men­ta­to­ren gehen noch wei­ter und stel­len das ge­sam­te Ge­schäfts­mo­dell in­fra­ge. Nach ihrer Ein­schät­zung hat sich das klas­si­sche Wa­ren­haus über­lebt, wes­halb man­che sogar eine kom­plet­te Ab­wick­lung statt einer wei­te­ren Ret­tung for­dern2. Damit ste­hen sich im ak­tu­el­len Dis­kurs zwei ge­gen­sätz­li­che Ein­schät­zun­gen ge­gen­über: Sa­nie­rung mit Schlie­ßun­gen ver­sus voll­stän­di­ger Rü­ck­zug aus dem Markt12.