Sonntag, 4. Oktober 2026 · 23:00 Uhr
Electrify America öffnet Ladeinfrastruktur für fremde Marken
Mit dem Programm „Powered by Electrify America“ können Unternehmen eigene Ladestationen unter eigenem Namen betreiben, während der Anbieter im Hintergrund arbeitet.
Electrify America erlaubt es Unternehmen zunehmend, Ladestationen unter eigener Marke zu betreiben, während das Unternehmen selbst Bau, Technik und Wartung übernimmt1. Das Programm „Powered by Electrify America“ existiert bereits seit 2020 und umfasst inzwischen fast 600 Ladepunkte an mehr als 100 Standorten, etwa bei Costco und Wawa1. Im Vergleich zum eigenen Netzwerk von über 5600 Ladepunkten an mehr als 1080 Standorten ist das zwar noch klein, zeigt aber einen neuen Trend auf1.
Für Einzelhändler bedeutet das Modell, dass sie Eigentümer der Ladeinfrastruktur bleiben und selbst über Preise, Design und Markenauftritt entscheiden können1. Zudem erhalten sie Zugriff auf Nutzungsdaten und können Ladevorgänge in eigene Kundenbindungsprogramme integrieren1. Electrify America übernimmt dagegen die technisch aufwendigen Aufgaben wie Standortprüfung, Genehmigungen und Inbetriebnahme1.
Für Unternehmen ist vor allem die längere Verweildauer der Kunden interessant: Während ein Tankvorgang nur wenige Minuten dauert, bleiben Ladende laut Electrify America typischerweise 20 bis 30 Minuten vor Ort1. Diese Zeit lässt sich für zusätzliche Umsätze im Geschäft nutzen, was besonders für mitgliedschaftsbasierte Händler wie Costco attraktiv erscheint1.