Stand: Mo 05.10. · 06:31
Technik

Sonntag, 4. Oktober 2026 · 16:49 Uhr

Luftfahrtbranche drängt auf lockerere Datenschutzregeln für Gesichtserkennung

Eine Industrieallianz fordert praxisnähere EU-Regeln für biometrische Gesichtserkennung an Flughäfen, Datenschützer widersprechen deutlich.

Eine Ko­a­li­ti­on aus Un­ter­neh­men der Luft­fahrt­bran­che for­dert eine Lo­cke­rung be­ste­hen­der EU-Da­ten­schutz­vor­ga­ben, um frei­wil­li­ge Ge­sichts­er­ken­nungs­ver­fah­ren an Flug­hä­fen ein­fa­cher ein­set­zen zu kön­nen1. Ziel sei es, Ab­läu­fe bei Ein­lass­kon­trol­len und Boar­ding zu be­schleu­ni­gen und rei­bungs­lo­ser zu ge­stal­ten1. Die Al­li­anz ar­gu­men­tiert, be­ste­hen­de Re­geln seien in der Pra­xis zu un­fle­xi­bel1.

Da­ten­schüt­zer stel­len sich klar gegen die­sen Vor­stoß und war­nen vor Ri­si­ken für die Pri­vat­sphä­re der Rei­sen­den1. Sie be­fürch­ten, dass eine Auf­wei­chung der Vor­schrif­ten den Grund­satz der Da­ten­spar­sam­keit un­ter­gra­ben und Be­gehr­lich­kei­ten für eine brei­te­re bio­me­tri­sche Über­wa­chung we­cken könn­te1. Der Kon­flikt zwi­schen wirt­schaft­li­chen Ef­fi­zi­en­z­in­ter­es­sen und Grund­rechts­schutz bleibt damit un­ge­löst1.