Sonntag, 4. Oktober 2026 · 16:49 Uhr
Luftfahrtbranche drängt auf lockerere Datenschutzregeln für Gesichtserkennung
Eine Industrieallianz fordert praxisnähere EU-Regeln für biometrische Gesichtserkennung an Flughäfen, Datenschützer widersprechen deutlich.
Eine Koalition aus Unternehmen der Luftfahrtbranche fordert eine Lockerung bestehender EU-Datenschutzvorgaben, um freiwillige Gesichtserkennungsverfahren an Flughäfen einfacher einsetzen zu können1. Ziel sei es, Abläufe bei Einlasskontrollen und Boarding zu beschleunigen und reibungsloser zu gestalten1. Die Allianz argumentiert, bestehende Regeln seien in der Praxis zu unflexibel1.
Datenschützer stellen sich klar gegen diesen Vorstoß und warnen vor Risiken für die Privatsphäre der Reisenden1. Sie befürchten, dass eine Aufweichung der Vorschriften den Grundsatz der Datensparsamkeit untergraben und Begehrlichkeiten für eine breitere biometrische Überwachung wecken könnte1. Der Konflikt zwischen wirtschaftlichen Effizienzinteressen und Grundrechtsschutz bleibt damit ungelöst1.