Stand: Mo 05.10. · 06:31
Wissenschaft

Sonntag, 4. Oktober 2026 · 14:05 Uhr

Magnetfelder aus der Frühzeit könnten Hubble-Spannung erklären

Simulationen zeigen, dass winzige Magnetfelder kurz nach dem Urknall die gemessene Expansionsrate des Universums beeinflusst haben könnten [1].

For­scher haben mit de­tail­lier­ten Si­mu­la­ti­o­nen einen mög­li­chen Hin­weis dar­auf ge­fun­den, warum sich Mes­sun­gen zur Ex­pan­si­ons­ge­schwin­dig­keit des Uni­ver­sums wi­der­spre­chen1. Dem­nach könn­ten ex­trem schwa­che Ma­gnet­fel­der, die kurz nach dem Ur­knall ent­stan­den, die Bil­dung von Was­ser­stof­f­a­to­men im frü­hen Uni­ver­sum be­ein­flusst haben1.

Diese ver­än­der­te Was­ser­stoff­bil­dung hätte wie­der­um Spu­ren im kos­mi­schen Mi­kro­wel­len­hin­ter­grund hin­ter­las­sen, aus dem Wis­sen­schaft­ler nor­ma­le­r­wei­se die Ex­pan­si­ons­ra­te des Uni­ver­sums ab­lei­ten1. Da­durch könn­te ein Teil der so­ge­nann­ten Hub­ble-Span­nung er­klärt wer­den, also der Dis­kre­panz zwi­schen un­ter­schied­li­chen Mess­me­tho­den der kos­mi­schen Ex­pan­si­on1.

Die Stu­die lie­fert damit einen neuen An­satz­punkt für eines der zen­tra­len un­ge­lös­ten Rät­sel der Kos­mo­lo­gie, er­setzt aber bis­he­ri­ge Er­klä­rungs­ver­su­che nicht voll­stän­dig1.