Sonntag, 4. Oktober 2026 · 14:05 Uhr
Magnetfelder aus der Frühzeit könnten Hubble-Spannung erklären
Simulationen zeigen, dass winzige Magnetfelder kurz nach dem Urknall die gemessene Expansionsrate des Universums beeinflusst haben könnten [1].
Forscher haben mit detaillierten Simulationen einen möglichen Hinweis darauf gefunden, warum sich Messungen zur Expansionsgeschwindigkeit des Universums widersprechen1. Demnach könnten extrem schwache Magnetfelder, die kurz nach dem Urknall entstanden, die Bildung von Wasserstoffatomen im frühen Universum beeinflusst haben1.
Diese veränderte Wasserstoffbildung hätte wiederum Spuren im kosmischen Mikrowellenhintergrund hinterlassen, aus dem Wissenschaftler normalerweise die Expansionsrate des Universums ableiten1. Dadurch könnte ein Teil der sogenannten Hubble-Spannung erklärt werden, also der Diskrepanz zwischen unterschiedlichen Messmethoden der kosmischen Expansion1.
Die Studie liefert damit einen neuen Ansatzpunkt für eines der zentralen ungelösten Rätsel der Kosmologie, ersetzt aber bisherige Erklärungsversuche nicht vollständig1.