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Weltgeschehen

Sonntag, 4. Oktober 2026 · 20:32 Uhr

Merz sichert Ukraine bei Kiew-Besuch neue Milliardenhilfe zu

Bundeskanzler Merz hat bei einem überraschenden Besuch in Kiew weitere Militär- und Energiehilfen zugesagt, während Russland die Stadt weiter angriff.

Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz ist nach Kiew ge­reist und hat der Uk­rai­ne eine Mil­li­ar­de Euro an Mi­li­tä­r­hil­fe sowie 350 Mil­li­o­nen Euro für den Ener­gie­sek­tor zu­ge­sagt1. Er traf sich mit Prä­si­dent Se­lens­kyj und be­kräf­tig­te, Russ­land be­ge­he „täg­li­che Kriegs­ver­bre­chen“6. Wäh­rend des Be­suchs gab es mehr­fach Luft­alarm, be­reits kurz nach sei­ner An­kunft griff Russ­land eine Brü­cke in Kiew an36. Merz er­klär­te vor der Trüm­mer­ku­lis­se, er und das Land wür­den durch­hal­ten, und rich­te­te eine For­de­rung nach einem Kriegs­en­de an Putin5.

Hin­ter­grund des Be­suchs ist auch die deut­sche In­nen­po­li­tik: Merz nutz­te das Tref­fen of­fen­bar, um Se­lens­kyj trotz wach­sen­der Sor­gen um nach­las­sen­de deut­sche Un­ter­stüt­zung zu be­ru­hi­gen2. Er be­ton­te, Hil­fen für die Uk­rai­ne seien „not­wen­dig für die Sta­bi­li­tät Eu­r­o­pas“, eben­so wie eine ver­läss­li­che Bun­des­re­gie­rung in Ber­lin4. Für Deut­sch­land sol­len die Zu­sa­gen auch wirt­schaft­lich nut­zen, etwa durch neue Rüs­tungs­pro­jek­te und Wis­sen­s­trans­fer1.

Trotz des an­hal­ten­den Be­schus­ses wurde Merz nach Be­rich­ten mit gro­ßer Wert­schät­zung emp­fan­gen, wie er sie in­nen­po­li­tisch der­zeit kaum noch er­fährt3. Die gleich­zei­ti­ge rus­si­sche Es­ka­la­ti­on wäh­rend des Kanz­le­r­be­suchs un­ter­streicht die sym­bo­li­sche wie si­cher­heits­po­li­ti­sche Bri­sanz der Reise56.