Stand: Mo 05.10. · 06:31
Weltgeschehen

Montag, 5. Oktober 2026 · 05:16 Uhr

Brasilien steuert auf Stichwahl zwischen Lula und Bolsonaro-Sohn zu

Weder Amtsinhaber Lula noch der ultrarechte Flávio Bolsonaro erreichten die absolute Mehrheit, nun entscheidet eine Stichwahl am 25. Oktober.

Bei der Prä­si­dent­schafts­wahl in Bra­si­li­en hat kei­ner der Kan­di­da­ten die ab­so­lu­te Mehr­heit er­reicht, wes­halb es am 25. Ok­to­ber zu einer Stich­wahl kommt15. Nach Aus­zäh­lung fast aller Stim­men lag der ul­tra­rech­te Flávio Bol­so­na­ro mit rund 47,4 Pro­zent knapp vor Amts­in­ha­ber Luiz In­á­cio Lula da Silva mit etwa 44,6 Pro­zent34. Be­ob­ach­ter wer­ten das Er­geb­nis als kla­res Zei­chen eines Rechts­rucks im Land2.

Flávio Bol­so­na­ro ist der Sohn des frü­he­ren rech­ten Prä­si­den­ten Jair Bol­so­na­ro und tritt po­li­tisch in des­sen Fuß­stap­fen56. Kom­men­ta­to­ren be­to­nen, dass der enge Aus­gang des Du­ells dar­über hin­weg­täu­sche, dass sich die po­li­ti­sche Stim­mung in Bra­si­li­en be­reits deut­lich nach rechts ver­scho­ben habe2. Die Ent­schei­dung über die künf­ti­ge Füh­rung des Lan­des fällt damit erst in drei Wo­chen5.

Für Lula, der mit 80 Jah­ren er­neut an­tritt, wird die Stich­wahl zur Rich­tungs­ent­schei­dung über seine po­li­ti­sche Zu­kunft5. Für Bol­so­na­ro ju­ni­or steht die Frage im Raum, ob er den rech­ten Lager-Zu­spruch sei­nes Va­ters auf sich ver­ei­nen kann6.