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Wissenschaft

Montag, 5. Oktober 2026 · 21:25 Uhr

Hinweise auf Planeten aus der Asche eines toten Sterns entdeckt

Ungewöhnliche chemische Spuren im Weißen Zwerg HS 0209+0832 deuten auf einen Gasriesen, der erst nach dem Sterbeprozess seines Sterns entstand.

Ein For­schungs­team um Jamie Wil­li­ams von der Uni­ver­si­ty of Wa­r­wick hat Hin­wei­se auf einen Exo­pla­ne­ten ge­fun­den, der sich mög­li­cher­wei­se erst nach dem Tod sei­nes Mut­ters­terns ge­bil­det hat12. Grund­la­ge sind ar­chi­vier­te Hub­ble-Daten des Wei­ßen Zwergs HS 0209+0832, in denen sich ein un­ge­wöhn­li­ches Mus­ter schwe­rer Ele­men­te wie Niob, Zink und Kup­fer zeigt2. Zu­sätz­lich fand das Welt­raum­te­le­skop TESS ein wie­der­keh­ren­des Hel­lig­keits­si­gnal im Ab­stand von 4,4 Tagen, das auf einen um­lau­fen­den Gas­rie­sen hin­deu­ten könn­te2.

Nor­ma­le­r­wei­se gel­ten Pla­ne­ten um Weiße Zwer­ge als Über­res­te des ur­sprüng­li­chen Pla­ne­ten­sys­tems, die den Stern­tod über­stan­den haben2. Im Fall von HS 0209+0832 in­ter­pre­tiert das Team die che­mi­schen Spu­ren je­doch als Fin­ger­ab­druck von Ma­te­ri­al, das der Stern selbst in sei­ner Ster­be­pha­se durch den so­ge­nann­ten s-Pro­zess er­zeugt und ab­ge­sto­ßen hat2. Ein dar­aus neu ent­stan­de­ner Pla­net wäre damit eine sel­te­ne „zwei­te Ge­ne­ra­ti­on“ von Wel­ten12.

Noch gilt der Him­mels­kör­per of­fi­zi­ell als Kan­di­dat, da wei­te­re Be­ob­ach­tun­gen nötig sind, um seine Exis­tenz zu be­stä­ti­gen2. Soll­te sich der Be­fund er­här­ten, würde er erst­mals kon­kre­te Be­le­ge dafür lie­fern, dass Pla­ne­ten tat­säch­lich aus den Trüm­mern ster­ben­der Ster­ne neu ent­ste­hen kön­nen12.