Stand: Mo 05.10. · 06:31
Weltgeschehen

Montag, 5. Oktober 2026 · 05:59 Uhr

SPD drängt auf härteren Kurs der Bundesregierung gegenüber China

Ein internes Papier zeigt, dass SPD-Minister ein konfrontativeres Vorgehen gegen Peking fordern, um die deutsche Autoindustrie zu schützen.

Die Bun­des­re­gie­rung ringt der­zeit um ihren künf­ti­gen Kurs ge­gen­über China, wobei die SPD auf ein här­te­res Auf­tre­ten drängt1. Ein bis­lang un­ver­öf­fent­lich­tes Pa­pier zeigt, dass SPD-Mi­nis­ter einen Kon­fron­ta­ti­ons­kurs ge­gen­über Pe­king for­dern2. Im Zen­trum der For­de­run­gen steht of­fen­bar der Schutz der deut­schen Au­to­in­dus­trie vor chi­ne­si­scher Kon­kur­renz2.

Die ge­nau­en De­tails der ge­for­der­ten Maß­nah­men blei­ben in den Be­rich­ten teils vage, deu­ten aber auf wirt­schafts­po­li­ti­sche Schut­z­in­stru­men­te hin12. Der Streit über den China-Kurs zeigt, dass in­ner­halb der Ko­a­li­ti­on un­ter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen über das rich­ti­ge Ver­hält­nis zu Pe­king be­ste­hen1.

Die De­bat­te fällt in eine Zeit, in der Deut­sch­land wirt­schaft­lich stark von chi­ne­si­schen Märk­ten ab­hän­gig ist, gleich­zei­tig aber zu­neh­mend Kon­kur­renz­druck aus China ver­spürt2. Wie sich die Bun­des­re­gie­rung letzt­lich po­si­tio­niert, ist laut den Be­rich­ten noch offen1.