Dienstag, 6. Oktober 2026 · 18:45 Uhr
Belgischer Test zeigt Tempoprobleme bei Teslas Fahrassistent FSD
Ein belgischer Verkehrssicherheits-Test wirft Tesla vor, dass FSD Tempolimits ignoriert und Radfahrer gefährlich überholt.
Die belgische Organisation Johanna.be hat Teslas Full-Self-Driving-System in und um Brüssel getestet und dabei deutliche Mängel bei der Geschwindigkeitserkennung festgestellt1. Auf 16 von 29 untersuchten 30-km/h-Streckenabschnitten überschritt das System das Tempolimit, teils mit Spitzenwerten von durchschnittlich 44 km/h1. Besonders problematisch: In rund 90 Prozent der Fälle zeigte das System dem Fahrer ein falsches, höheres Limit von 50 km/h an, obwohl das korrekte 30er-Schild zuvor erkannt worden war1.
Auch in zwölf getesteten Wohngebieten mit Tempo 20 überschritt FSD das Limit in fünf Fällen, zudem versuchte das System auf Fahrradstraßen wiederholt, Radfahrer trotz Überholverbot zu passieren, was der aufsichtsführende Fahrer mehrfach verhindern musste1. Positiv vermerkte der Bericht, dass sich das System gegenüber Fußgängern und Radfahrern grundsätzlich rücksichtsvoll verhielt1. Dennoch bleibt die fehlerhafte Anzeige von Tempolimits ein ernstzunehmendes Sicherheitsproblem1.
Der Test wurde mit nur einem Fahrzeug, einer bestimmten Softwareversion und ausgewählten Straßen in Brüssel durchgeführt, lässt also keine allgemeingültigen Aussagen über alle FSD-Fahrzeuge zu1. Dennoch fordert die Organisation die Regulierungsbehörden auf, die bisherigen Zulassungen von FSD vor einer möglichen EU-weiten Abstimmung erneut zu prüfen1.