Stand: Mi 07.10. · 06:31
Technik

Dienstag, 6. Oktober 2026 · 22:42 Uhr

BSI warnt vor Einsatz des Krypto-Verfahrens McEliece in neuen Projekten

Das BSI rät nach einer Analyse aktueller Forschungsergebnisse von einem Einsatz des quantensicheren Verfahrens McEliece in neuen Projekten ab.

Das Bun­des­amt für Si­cher­heit in der In­for­ma­ti­ons­tech­nik (BSI) hat ak­tu­el­le For­schungs­er­geb­nis­se zum McE­lie­ce-Ver­fah­ren un­ter­sucht, einem der äl­tes­ten als quan­ten­si­cher gel­ten­den Kryp­to­sys­te­me1. Auf­grund die­ser Ana­ly­se rät die Be­hör­de vom Ein­satz des Ver­fah­rens zu­min­dest für neue Pro­jek­te ab1.

McE­lie­ce gilt zwar grund­sätz­lich als re­sis­tent gegen An­grif­fe durch Quan­ten­com­pu­ter, doch die neuen Er­kennt­nis­se schei­nen beim BSI Zwei­fel an der prak­ti­schen Eig­nung ge­weckt zu haben1. Ge­nau­e­re De­tails zu den kon­kre­ten Schwach­stel­len oder Ri­si­ken wer­den in der Mel­dung nicht wei­ter aus­ge­führt.

Die War­nung reiht sich in die lau­fen­den Be­mü­hun­gen ein, Kryp­to­gra­fie recht­zei­tig vor dem Auf­kom­men leis­tungs­fä­hi­ger Quan­ten­com­pu­ter ab­zu­si­chern. Für Ent­wick­ler und Un­ter­neh­men, die der­zeit Post-Quan­ten-Kryp­to­gra­fie im­ple­men­tie­ren, dürf­te die Ein­schät­zung des BSI eine wich­ti­ge Ori­en­tie­rung bei der Ver­fah­rens­wahl dar­stel­len.