Dienstag, 6. Oktober 2026 · 22:42 Uhr
BSI warnt vor Einsatz des Krypto-Verfahrens McEliece in neuen Projekten
Das BSI rät nach einer Analyse aktueller Forschungsergebnisse von einem Einsatz des quantensicheren Verfahrens McEliece in neuen Projekten ab.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat aktuelle Forschungsergebnisse zum McEliece-Verfahren untersucht, einem der ältesten als quantensicher geltenden Kryptosysteme1. Aufgrund dieser Analyse rät die Behörde vom Einsatz des Verfahrens zumindest für neue Projekte ab1.
McEliece gilt zwar grundsätzlich als resistent gegen Angriffe durch Quantencomputer, doch die neuen Erkenntnisse scheinen beim BSI Zweifel an der praktischen Eignung geweckt zu haben1. Genauere Details zu den konkreten Schwachstellen oder Risiken werden in der Meldung nicht weiter ausgeführt.
Die Warnung reiht sich in die laufenden Bemühungen ein, Kryptografie rechtzeitig vor dem Aufkommen leistungsfähiger Quantencomputer abzusichern. Für Entwickler und Unternehmen, die derzeit Post-Quanten-Kryptografie implementieren, dürfte die Einschätzung des BSI eine wichtige Orientierung bei der Verfahrenswahl darstellen.