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Wissenschaft

Dienstag, 6. Oktober 2026 · 21:27 Uhr

Physik-Nobelpreis würdigt Neutrinonachweis im Polareis

Francis Halzen erhält den Nobelpreis für Physik 2026 für den Nachweis kosmischer Neutrinos mit dem IceCube-Observatorium im antarktischen Eis.

Der Phy­sik-No­bel­preis 2026 geht an den bel­gisch-ame­ri­ka­ni­schen As­tro­phy­si­ker Fran­cis Ha­l­zen für seine Bei­trä­ge zum Ice­Cu­be-Ob­ser­va­to­ri­um und die Ent­de­ckung hoch­ener­ge­ti­scher Neu­tri­nos as­tro­phy­si­ka­li­schen Ur­sprungs16. Mit sei­nem Team ge­lang es ihm, im ant­ark­ti­schen Eis Spu­ren von Teil­chen nach­zu­wei­sen, die von ge­wal­ti­gen kos­mi­schen Er­eig­nis­sen vor Jahr­mil­li­ar­den stam­men1. Die Aus­zeich­nung wird auch in Deut­sch­land ge­fei­ert1.

Ice­Cu­be ist ein ku­bik­ki­lo­me­ter­gro­ßer De­tek­tor tief im Eis der Ant­ark­tis, der Licht­blit­ze re­gis­triert, die ent­ste­hen, wenn Neu­tri­nos sehr sel­ten mit dem Eis wech­sel­wir­ken23. Diese so­ge­nann­ten Geis­ter­teil­chen durch­drin­gen nor­ma­le­r­wei­se un­ge­hin­dert Ma­te­rie, wes­halb ihr Nach­weis enor­me tech­ni­sche An­stren­gun­gen er­for­der­te45. Ha­l­zens Pio­nier­a­r­beit mach­te es mög­lich, ener­gie­rei­che Neu­tri­nos aus dem Kos­mos erst­mals sys­te­ma­tisch sicht­bar zu ma­chen35.

Die Ent­de­ckung gilt als Mei­len­stein für die so­ge­nann­te Mul­ti­mes­sen­ger-As­tro­no­mie, da Neu­tri­nos In­for­ma­ti­o­nen über ex­tre­me as­tro­phy­si­ka­li­sche Vor­gän­ge lie­fern kön­nen, die mit Licht al­lein nicht zu­gäng­lich sind26. Ver­schie­de­ne Me­di­en er­klä­ren die phy­si­ka­li­schen Grund­la­gen der Teil­chen und des De­tek­tors un­ter­schied­lich aus­führ­lich, stim­men aber in der Ein­schät­zung über­ein, dass die Aus­zeich­nung einen lan­gen For­schungs­weg krönt345.